Transkranielle Pulsstimulation – eine sichere und optimale Behandlungsdurchführung bei Prof. Dr. med. Musa Citak

Transkranielle Pulsstimulation – Voraussetzungen

T.P.S.-Pulsstimulation - Die Vorbereitung

Um eine sichere und optimale Behandlungsdurchführung mit der Transkraniellen Pulsstimulation zu gewährleisten, müssen wir zunächst eruieren, ob diese Therapie-Option jeweils für den Patienten/die Patientin infrage kommt.

Ungefähr 65% der betroffenen Demenz-Erkrankten innerhalb unserer Bevölkerung leidet an einer Alzheimer-Demenz, die so den weitaus größten Anteil der Demenz-Erkrankungen ausmacht. Doch auch bei Alzheimer-Demenz bestehen häufig Mischformen, wie etwa Alzheimer-Demenz verbunden mit vaskulärer Demenz, Body-Lewy-Demenz oder frontotemporaler Demenz sowie vielen weiteren Demenz-Formen, die rund 50 verschiedene Varianten umfassen. Hinzu kommt, dass viele Patient:innen sowohl an einer Demenz-Erkrankung als auch an Parkinson oder auch Depressionen leiden. Und schließlich ist anzumerken, dass eine eindeutige bzw. endgültige Diagnose nach heutigem Stand der Wissenschaft erst „post mortem“, also nach dem Tode gestellt werden kann.

Deshalb können wir erst nach genauer Begutachtung der neurologischen Befunde und im persönlichen Gespräch mit den Patient:innen und deren Angehörigen sowie neurologische Tests jeweils individuell entscheiden, ob der Patient/die Patientin mit der Transkraniellen Pulsstimulation behandelt werden darf und kann. Die persönliche Expertise durch Prof. Dr. med. Musa Citak als erfahrener Anwender und Experte für Regenerationsmedizin ist daher erste Voraussetzung für die Behandlung mit dieser Alzheimer-Demenz-Therapie.

Transkranielle Pulsstimulation - das notwendige MRT

Für die Behandlung benötigen wir ein MRT, also eine Magnetresonanztomographie. Dies ist ein Verfahren, das mit Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder des Körpers, in diesem Falle des Gehirns, erzeugt.

Dieses MRT benötigen wir zum einen, um das Gehirn unserer Patient:innen in Echtzeit während der Behandlung sehen zu können. Zum anderen dient es der Sicherheit unserer Patient:innen, indem wir durch ein MRT bestimmte Kontraindikationen vorab ausschließen können.

Das MRT sollte nicht älter als sechs Monate sein und sollte bei Radiolog:innen ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.

Alzheimer-Therapie - Voraussetzung - MRT-Daten - Prof. Dr. med. Citak

Generell empfehlen wir die folgenden Anforderungen an die MRT-Bilder:

Para-sagittales MRT, T1-gewichtet, ~1mm in der Ebene Auflösung und Schichtdicke (1x1x1mm).

MRT-Aufnahme: Vollkopf von Stirn bis Hinterkopf und Ohr zu Ohr, idealerweise keine Aliasing-Artefakte (wrap-around).

Das Gerät unterstützt ein typisches MR-Set (Schichten mit 230×256 Pixeln und ca. 170-180 Schichten) oder noch höhere Auflösung für diagnostische Zwecke.

Eine Auflösung von 1mm ist ausreichend.

Diese hier vorgenannten Anforderungen senden wir Ihnen bei Bedarf vorab gerne nochmals per E-Mail zu.

Kontraindikationen

Generelle Ausschlußkriterien für die Transkranielle Pulsstimulation

Blutgerinnungsstörungen

Unter Gerinnungsstörungen versteht man eine Reihe von Erkrankungen, bei denen das Blut nicht richtig gerinnen kann, d. h. die Hämostase (Blutstillung) gestört ist. Dies ist ein lebenswichtiger physiologischer Prozess des Körpers, bei dem das Blut nach Verletzungen der Blutgefäße zum Stehen gebracht wird. Ist dieser Prozess gestört, kommen sog. Hämostatika zum Einsatz. Dies sind Medikamente, die über verschiedene Mechanismen Blutungen stillen. Die Bandbreite der Arten der Gerinnungsstörungen und die Medikation sind natürlich sehr umfassend. Es ist deshalb ratsam, die Schwere der Gerinnungsstörung und die entsprechende Medikation ggf. im Einzelnen zu besprechen.

Kortison-Therapien

(Bis zu sechs Wochen vor der Behandlung) Kortison ist ein Hormon, das zur Gruppe der sog. Glukokortikoide gehört. Das Hormon kommt natürlicherweise in unserem Körper vor und wird in der Nebennierenrinde gebildet. Bei einer Vielzahl von Erkrankungen kommt synthetisiertes Kortison als stark entzündungshemmendes Mittel in unterschiedlichen Formen und Dosierungen zum Einsatz, etwa bei Asthma, Gelenkentzündungen und vielen chronischen Erkrankungen. Da Kortison-Arzneimittel in den Stoffwechsel eingreifen, ist es – so medizinisch möglich – angezeigt, eine Kortison-Therapie sechs Wochen vor der Behandlung zu unterbrechen. Dies kann jedoch nur in Absprache mit den behandelnden Ärzt:innen und mit uns geschehen.

Ältere Herzschrittmacher

Herzschrittmacher gibt es seit mittlerweile über 60 Jahren. Im Laufe der Zeit wurden sie stetig weiterentwickelt. Sie sind heutzutage effiziente und leistungsfähige High-Tech-Geräte mit hoher Lebensdauer. Da Herzschrittmacher mit elektrischen Impulsen arbeiten, muss gewährleistet sein, dass diese Impulse jene Pulse der Stoßwellen nicht stören und vice versa. Mittlerweile genügen i. d. R. alle Herzschrittmacher diesen Anforderungen, andernfalls könnten die jeweiligen Patient:innen kein MRT durchführen lassen, was Voraussetzung für die Durchführung der Behandlung ist. Sollte ein Patient/eine Patientin schon seit vielen Jahren einen Herzschrittmacher tragen, sollte die Unbedenklichkeit des Herzschrittmacher-Typus vorab verifiziert werden.

Gehirntumore

Gehirntumore sind zunächst eine allgemeine Bezeichnung für alle gutartigen oder bösartigen Tumore, die vom Gehirngewebe ausgehen. Im weiteren Sinn werden alle Tumoren, die innerhalb der Schädelhöhle wachsen oder als Metastasen extrakranieller Tumoren entstehen, als Hirntumore bezeichnet. Ein tumoröses Geschehen innerhalb des Behandlungsbereichs, also in unserem Falle im Kopfbereich, ist deshalb ebenfalls aus Sicherheitsgründen eine Kontraindikation.

Thrombosen

Thrombosen sind Blutgerinnsel in Blutgefäßen, dem Herzen oder auch im Gehirn. Letztere sind sog. Sinusthrombosen in Blutgefäßen, die Blut aus dem Gehirn in Richtung Herz transportieren. Da die Transkranielle Pulsstimulation die Angiogenese (Entstehung neuer Blutgefäße) gemäß Studien fördern soll, sind Thrombosen aus Sicherheitsgründen eine Kontraindikation.

Metallobjekte in der Kopfregion

Gehirnschrittmacher oder Metallimplantate, die z. B. nach einem Unfall als Schädelknochenersatz eingesetzt wurden, sind grundsätzlich für die Transkranielle Pulsstimulation kontrainduziert.

Zusammenfassung: Ist die Transkranielle Pulsstimulation bei einem Patienten/einer Patientin medizinisch indiziert, sind ein nach vorgenannten Kriterien erstelltes MRT vorhanden und alle vorgenannten Kontraindikationen ausgeschlossen bzw. im Einzelfall geprüft und verifiziert, kann umgehend mit der Behandlung begonnen werden.